Donnerstag, 10. Oktober 2019
Zwischen dem ersten
und dem letzten Bier dieser zehn Beiträge, liegen mehr als 830 unfall- und pannenfreie Fahrradkilometer. Die Tagesetappen waren 50 bis 87 km lang. Nach 87 km, meist gegen einen leichten Wind, mit der Sonne im Nacken, teils auf staubigen Schotterpisten, schmeckte mir das wohlverdiente Bier besonders gut ;-)))! Das Wetter war durchweg sehr gut, wie auf den Bildern zu sehen, nur einmal kramten wir unsere Regencapes raus, aber bevor wir sie richtig angezogen hatten, war der Schauer auch schon wieder vorbei, ansonsten fuhren wir meist in hochsommerlicher Bekleidung, Sandalen, Shorts, kurzärmeliges Hemd.










Elf Übernachtungen nach dem Start macht der anvisierte und erreichte Zielort:





seinem Namen alle Ehre:






Da hatten wir bereits unser Unterkunft bezogen und die Räder standen trocken im Hof.





Am nächsten Morgen ging es dann auf das letzte große Abenteuer für Individualreisende, eine Fahrt mit der DB, zurück in den Alltag. Und, hey! wir hatten bei der Ankunft am Heimatbahnhof „nur“ 45 Minuten Verspätung.

Auf dem Hinweg, zum Ausgangspunkt unserer Radtour, nahmen wir einen Eurocity, der die größte europäische Stadt die keine Hauptstadt ist, mit vier europäischen Hauptstädten verbindet. Erste Ansage des Zugbegleiters: „Wir müssen Ihnen mitteilen, dass der Zug hoite um drei Wagen verkürzt ist, es fehlen der Wagen der Ersten Klasse, ein Wagen der Zweiten Klasse sowie der Speisewagen.“ Auf der gesamten Fahrt die immerhin 13 Stunden und 44 Minuten dauerte (und wir kamen tatsächlich pünktlich an!), gab es von Seiten der Bahn keinerlei Verpflegung. In Prag hatte der Zug zum ersten und einzigen mal einen längeren Aufenthalt, so dass wir uns mit neuem Trinkwasser versorgen konnten. Da fällt mir noch ein, auf der Rückfahrt war der Zug umso länger, an einem Bahnhof hieß es, der Bahnsteig sei nicht lang genug, die Passagiere der ersten drei Wagen wurden gebeten zum vierten zu gehen wenn Sie denn aussteigen wollten :-) Die Bahn, immer wieder für Überraschungen gut.

Eines unser allerschönsten Erlebnisse hatten wir vor Jahren bei einer anderen Anreise zur Fahrradtour: plötzlich hielt der Zug auf freier Strecke, die Durchsage lautete: „Wir sind falsch abgebogen und müssen zur letzten Kreuzung zurückfahren.“ Dann sahen wir den Lokführer am Zug vorbei gehen, zum anderen Zugende, um dort die Lok zu besteigen und zurück zu fahren. Ehrlich wahr, so war das.

Abgesehen von der anstrengenden An- und Abreise war dieser Urlaub wieder wunderbar. Wenn das Rad so rollt, sind wir in kürzester Zeit komplett im Urlaubsmodus. Ganz im Hier und Jetzt, nur auf´s Radeln konzentriert und gespannt was hinter der nächsten Kurve passiert, wo wir wohl Pause machen werden, und wo übernachten. Für uns seit vielen Jahren eine der besten Arten zu Urlauben.

Das Ranking auf dieser vier-Länder-Tour: erster Platz geht an Österreich, vor allem wegen der wunderbaren Strecken nur durch die Natur, aber auch wegen der guten Ausschilderung, der guten Wege und der Infrastruktur. An zweiter Stelle, dicht gefolgt von Ungarn, dritter Platz geht an die Slowakei und das Schlusslicht, Sie ahnen es, bildet Bayern, wegen der sehr schlechten bis nicht vorhandenen Ausschilderung, der teils schlechten Wege, und der teils schlechtgelaunten Menschen.

Nächstes Jahr geht es dann vielleicht von Budapest bis an schwarze Meer, hm, das wären dann so bummelige 1600 km, hm, da bräuchten wir einen längeren Urlaub, hm hm …
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